Bei der Entwicklung eines WordPress Themes fallen zum großen Teil Arbeiten wieder und wieder an. Arbeiten die man bereits bei der Entwicklung frührer Themes erledigt hat. Bugs die bereits behoben wurden, Features die sich bereits als sinnvoll erwiesen haben, Funktionen die man lieb gewonnen hat usw. usw.
Was liegt also nähere als eines der vielen Theme Frameworks zu nutzen? Genau, ein eigenes Theme Framework zu entwickeln:

UnderStrap Theme Framework

WordPress _s theme + Bootstrap SASS


Download & mehr Info´s gibt es hier:
UnderStrap.com besuchen


understrap

Key Features:

Versteht mich nicht falsch: Es gibt bereits viele, und noch dazu sehr gute Starter Themes (z.B. roots.io oder _underscores) und Theme Frameworks (Genesis oder Gantry).
Starter Themes liefern aber meist nur 50% der wiederkehrenden arbeiten und Frameworks sind meist vollgepackt mit Scripten und Funktionen die man selber nicht braucht. In dem Code-Dschungel muss man sich erst einmal zurechtfinden um an entsprechender Stelle ungewünschten Code wieder heraus zu schmeißen.

Starter Theme vs Theme Framework – Ein kleiner Exkurs

Als Starter Theme bezeichnet man ein WordPress Theme das bereits alle normalen WordPress Funktionen bereitstellt. Dessen Ausgabe im Frontend ist aber völlig „ungestyled“ und besteht nur aus rohem HTML. Layout und Design fehlt hier völlig. Mit Starter Themes arbeitet man indem man das Grundgerüst den eigenen Vorstellungen entsprechend anpasst und abändert, so das am Ende etwas völlig eigenständiges herauskommt.
Theme Frameworks gehen da ein Schritt weiter: Sie bieten meist weiterführende Funktionen, ein Layout Raster, Design für gebräuchliche Elemente etc. Die Arbeitsweise hier ist: Man läßt das Framework selber völlig unberührt und arbeitet mit Child Themes.
Kurz gesagt:
Ein Starter Theme ist wie ein frisch renoviertes, aber leeres Zimmer: Da muss noch viel gemacht werden bevor man sich heimisch fühlt.
Ein Theme Framework ist wie ein bereits fertig, aber von einem Fremden, eingerichtetes Zimmer: Im Zweifel muss man viel hin und her schieben, oder eigenen Sachen mitbringen bevor es gemütlich wird.

Beide Ansätze führen dann doch immer wieder dazu das ich Arbeiten wieder und wieder erledigen muss. Entweder ich muß regelmäßig etwas hinzufügen, oder regelmäßig etwas entfernen. Nicht ideal wenn man dem vielbeschworenen „Don´t Repeat Yourself“ (DRY) Ansatz folgen will um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Auch als Designer liebe ich es gleich mit meinem Lieblingsteil, dem kreativ werden, anfangen zu können. Also müßte ich mir aus beiden Welt das beste aussuchen und kombinieren, so dass wiederkehrende Arbeiten auf ein Minimum reduziert werden….tja, und…

…daher: Mein eigenes Theme Framework

Es gibt drei Dinge die ich bei der Web- Entwicklung im Allgemeinen, und bei der WordPress Theme Entwicklung im Besonderen mag: SASS, Bootstrap und das Starter Theme der WordPress Macher (Automattic) selber, _undersorces (oder auch einfach nur „_s“). Alles zusammengeführt, gut verrührt, und mit einer Prise eigenem Know-how gewürzt ergibt UnderStrap, mein eigenes, kleines Theme Framework.

Kleiner Hinweis zur Nutzung

Jeder der Lust hat kann selbstverständlich das GitHub Repository nutzen und UnderStrap einsetzen. Jedoch ist das Framework noch in einem sehr frühen Stadium. Ich kann nicht garantieren das alles reibungslos funktioniert und empfehle daher das Ganze (noch) nicht produktiv einzusetzen. Über Feedback (als Pull- Request oder hier in den Kommentaren) würde ich mich aber selbstverständlich freuen. Über Änderungen und Neuerungen informiere ich dann an passender Stelle.

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Hallo Holger,

    ich finde dein Framework richtig genial. Habe es auf https://www.hsg-elternbeirat.de/ am laufen.

    Gruß aus Nürnberg,
    Frank

  • Holger sagt:

    Danke!
    Ist behoben.

  • Dave sagt:

    Hallo Holger,

    kleiner Bugreport: Der Link im Kastetn „Key Features“ zu _underscores ist fehlerhaft.

    Herzliche Grüße
    Dave

  • Holger sagt:

    Generell ja, aber es gibt schon so viel gute Tutorials dafür…werde mal schauen ob ich mich daran versuche.

  • Horvan sagt:

    Super Sache. Ich komme gerade von Drupal und habe so etwas gesucht. Fehlt nur noch das obligatorische Sass compass setup tutorial. Als sass fan vergisst man leicht, dass nicht jeder weis, wie man das auf seinen dev server bekommmt. Wäre das nicht einen blog Post wert?


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